Labern können viele…

Knut Meenzen

In den letzten reichlich vier Jahren seit meinem Parteieintritt in DIE LINKE habe ich viele Menschen kennenlernen dürfen. Zum einen Genoss*innen aus ganz Thüringen. Zum anderen aber auch Akteure aus anderen Parteien, Verwaltung oder Vereinen. Ich habe die Erfahrung machen können, dass es viele Menschen gibt, die für ihre Sache brennen und sich für ihre Herzensangelegenheiten engagieren. Viele allerdings erwecken jedoch nur diesen Anschein – „labern“ mehr, als dass sie was tun.

Die engagiertesten Menschen habe ich dann kennengelernt, wenn diese aus eigener Betroffenheit oder Erfahrungen aus ihrem Umfeld aktiv geworden sind. Diese sind mir seit dem die liebsten – sie wissen, wovon sie reden.

Seit ich Kinder habe und diese mit ihrem Kindergartenbesuch in Institutionen angekommen sind, habe ich mehr und mehr angefangen mich einzubringen, wenn ich Chancen oder Risiken gesehen habe. Als Elternvertreter in einem evangelischen Kindergarten hat es eigentlich angefangen. Ich habe mit den anderen Elternvertreter*innen versucht, das pädagogische Konzept in Zusammenarbeit mit dem Träger weiter zu entwickeln. Wir haben Arbeitseinsätze organisiert oder auch Kontakt zwischen unseren Kindern und den damals noch in Eisenberg lebenden Kindern von Asylsuchenden aus der Erstaufnahmestelle hergestellt.

Später hatte ich dann die Chance in der Grundschule Königshofen als Schulelternsprecher aktiv zu werden und auch gemeinsam mit Elternsprecher*innen der anderen Schulen im Saale-Holzland-Kreis für unsere Belange zu kämpfen. Wir haben uns für die Klärung der Finanzierung der Schulkopierer eingesetzt und auch kritisch zum damaligen ersten Entwurf des neuen Thüringer Schulgesetzes Stellung genommen. Inzwischen bin ich bereits seit drei Jahren Vorsitzender des Schulfördervereins der Grundschule in Königshofen und somit Teil eines engagierten und erfahrenen Vorstandes.

Seit 2010 arbeite ich nach einigen Jahren als Erzieher in der Kinder- und Jugendhilfe als rechtlicher Betreuer beim Geraer Betreuungsverein „Lebensbrücke“ e.V.

Hier habe ich intensiv Kontakt zu Menschen in verschiedenen Krisensituationen oder mit unterschiedlichsten Behinderungen.  In meiner täglichen Arbeit stoße ich – quasi stellvertretend für meine Klienten – immer wieder auf Barrieren. Diese abzubauen ist mir inzwischen ein besonderes Anliegen geworden. Seit mittlerweile drei Jahren bin ich Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft selbstbestimmte Behindertenpolitik  der Thüringer LINKEN und fast genau so lange auch schon Teil des Sprecher*innenrates.

Aus dieser Vielzahl an Erfahrungen heraus, habe ich mich entschlossen, meinen Landkreis aktiv mitzugestalten und werde dieses Jahr für den Kreistag auf der Liste der LINKEN im Saale-Holzland-Kreis kandidieren.

Am 25. Februar 2019 ab 18 Uhr können wir dazu im Wasserturm in Eisenberg darüber reden.

%d Bloggern gefällt das: