Eisenberg, Thüringen
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„Habesch, so hieß derselbe“

Politik im Ehrenamt.

„Habesch, so hieß derselbe“

Am 2. Juni fand im Eisenberger Scheithof die Veranstaltung „Habesch, so hieß derselbe“, organisiert von der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen, statt.

Der Jenaer Historiker Gero Fedtke referierte vor 35 Teilnehmer:innen über die verschiedenen Hintergründe des Eisenberger Stadtwappens, der Brunnenfigur und den daraus entstandenen verschiedenen Versionen der „Mohrensage“. In einer der ältesten Verweise ist von einem Mann aus Äthiopien mit dem Namen „Habesch“ die Rede – die einzige Stelle, an dem der „Eisenberger Mohr“ einen eigenen Namen hat.
In einer teils sehr emotionalen Diskussion, welche von Rea Mauersberger vom Iberoamerica e.V. geleitet wurde, wurde deutlich, dass es rund um eine zeitgemäße Deutung der verschiedenen Sagen weiterhin Gesprächsbedarf gibt.

Konsens bestand darin, dass niemand die Eisenberger Stadtgeschichte umschreiben möchte, den Brunnen in seiner Existenz in Frage stellen oder gar das Stadtfest verbieten will.

Allerdings ist eine Diskussion um eine aktuelle Einordnung von Begrifflichkeiten wie dem Wort „Mohr“ in einer modernen Gesellschaft innerhalb der Gesellschaft nötig. Seitens der Veranstalter wurde hier die Bereitschaft für weitere Gesprächsformate signalisiert.

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