Ganztagsschulen und kommunalisierte Horte?

In der Thüringer Allgemeinen vom 02.12.2015 äußerte sich der Kreiselternsprecher der Grundschulen in Weimar Wolfram Wiese zu den Überlegungen der Landesregierung, die kommunalisierten Horte wieder zurück in staatliche Hand zu holen. (Quelle: Thüringer Allgemeine)

Auf dem 5. Landesparteitag der LINKEN in Thüringen wurde genau zu diesem Thema ein Antrag diskutiert.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die DIE LINKE in Thüringen als Bündnispartner und aus innerer Überzeugung immer gegen eine Kommunalisierung der Horte ausgesprochen hat und dies fachlich gut begründet ist. Bildungschancen und Schulentwicklung eines/r jeden/r Einzelnen darf weder von der Zufälligkeit des Einzugsgebietes bzw. Wohnortes, und kommunaler Finanzkraft, noch vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

(Quelle: Beschluß 7 Pädagogische und organisatorische Einheit der Thüringer Ganztagsschulen sicherstellen)

Doreen Amberg und ich haben dazu eine Stellungnahme verfasst, welche in der nächsten Ausgabe des Saale-Holzland-Echos erscheinen soll.

Konkret stellen wir fest:

Die bestehenden kommunalisierten Horte sollten kritisch evaluiert und nur im Einzelfall erhalten bleiben, wenn das Konzept dort tatsächlich erfolgversprechend ist.

Wie vom Kreiselternsprecher aus Weimar beschrieben, scheint es dort vor Ort – in einer relativ gut finanzierten Kommune – ein echtes Erfolgsmodell zu sein, die Schulhorte in kommunaler Trägerschaft zu halten. In Städten wie Gera wäre diese Entwicklung jedoch fatal.

Die Qualität der Horterziehung hängt dann von der Liquidität der jeweiligen Kommune ab. Wir sehen die Gefahr, dass die Horterziehung in diesem Modell zum Einsparfaktor der Kommunen wird.

Den vollständigen Artikel werden wir nach Veröffentlichung im Saale-Holzland Echo hier auch online stellen.

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