Gemeinderat, Gebietsrefom und PowerPoint of hell

Gestern habe ich es das erste mal in unseren Crossener Gemeinderat geschafft – also nicht als Mitglied, sondern als Gast. Die Sache mit dem Mitglied überlege ich mir noch, bis zur nächsten Wahl.

Ich hatte zwei eigene Anliegen, wobei eines im nichtöffentlichem Teil war – ich das also nicht mit verfolgen konnte. Aber das andere Anliegen konnte ich einbringen – [m]eine Anfrage bzw. ein Nachhaken an den Chef der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen. Hier habe ich eine etwas nachvollziehbarere Antwort erhalten – aber ob das eine tatsächliche Rechtsgrundlage ist – wer weiß. Den Hintergrund dazu gibt es hier zu lesen: http://knut-meenzen.de/?p=725

Weiterhin ging es um die geplanten Windkraftgebiete in unserer Region. Es gab eine lange PowerPoint-Präsentation der Bürgerinitiative Zukunft Heideland e.V. zu einem möglichen Vorranggebiet bei Thiemendorf im Heideland. Es wurden viele (leider etwas unübersichtliche) Faken präsentiert. Ich finde erneuerbare Energien sehr unterstützenswert. Ich verstehe aber auch die Kritik einiger Windkraftgegner. Was mich bei der Sache stört – aber das ist rein subjektives Empfinden – es geht mir viel zu emotional zu. Eine Frau der BI saß neben mir und war völlig unter Strom. Den Enthusiasmus in allen Ehren – für sein Projekt brennen und so – aber hier hatte ich etwas Angst auch nur einen kleinen Kommentar zu tun. Vielleicht war ich aber auch einfach nur zu sensibel – aber wenn mir das Wort „Heimat“ mehr als dreimal in der Stunde begegnet, werde ich aggressiv. Rein auf der sachlichen Ebene ist dieses eine Vorranggebiet aufgrund der uns vorgestellten Gegebenheiten aber tatsächlich nicht zu befürworten und so hat der Gemeinderat auch entschieden.
edit 02.06.2016: Ich habe mir die Präsentation nochmal in Erinnerung gerufen – ich denke, diese war ein einigen Stellen nicht korrekt und überzogen.

Weiterhin ging es um die örtliche Kinderkrippe, welche leider nicht mehr in kommunaler Hand bleiben und an einen freien Träger übergeben wird. Das ist sehr schade für die Mitarbeiterinnen, aber gut für den Ort, dass überhaupt eine Lösung gefunden worden ist. Vielleicht tut sich ja im Sinne der anstehenden Struktur-, Verwaltungs- und Gebietsreform eine völlig neue Chance für Crossen auf, bei welcher eine Kita mit integriert werden kann.

Um genau diese anstehende Reform ging es auch noch. Hier hatte der Gemeinderat in der Vergangenheit beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu gründen, welche verschiedene Herangehensweisen bespricht. Dass die geplante Reform kommen wird, ist nahezu sicher – jetzt gilt es eben, die Freiwilligkeitsphase zu nutzen, um die eigene Gemeinde so gut wie möglich zu positionieren. Diese Arbeitsgruppe sollte sich ausdrücklich nicht nur aus Gemeinderatsmitgliedern sondern auch aus Personen der Zivilgesellschaft zusammensetzen. Da ich gern mitmische und auch nicht „nein“ sagen kann, habe ich nun auch die Chance in dieser Arbeitsgruppe mitzuwirken und bin echt gespannt darauf, welche Ideen, Bedenken, Chancen und Risiken wir in den Beratungen diskutieren. Als Vorsitzende/Leiterin dieser Arbeitsgruppe wurde Lisa Beckmann gewählt – eine sehr gute Wahl. Das kann was werden…

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