Schulkopierer – Lösung gefunden, vorerst.

Diese Sommerferien standen bei mir unter dem Motto „Schulkopierer“. Unabhängig davon, dass ich das Wort nicht mehr hören kann, habe ich jedoch die Genugtuung, dass ich dafür sorgen konnte, dass es anderen in Erfurt und Eisenberg ähnlich so geht.

Grundlage des Ganzen war – wie bereits geschrieben – dass der Saale-Holzland-Kreis von Rechnungsprüfern für die aktuelle Praxis der Abrechnung der Schulkopierer kritisiert worden ist. Leider habe ich keine genaue Info, was konkret der Landkreis falsch gemacht hat und warum andere Landkreise (Greiz, Altenburger Land, Saale-Orla-Kreis) das, auf den ersten Blick, selbe Procedere der Finanzierung fortführen können.

Mein Job bei der Angelegenheit war, dass ich als Kreiselternsprecher der Grundschulen Planungssicherheit schaffen wollte – für LehrerInnen, Eltern und natürlich für die pädagogische Arbeit in den Schulen.

Ich führte einigen Schriftverkehr und Telefonate mit dem Landratsamt, dem Thüringer Bildungsministerium, der Ostthüringer Zeitung und benachbarten Landkreisen.

Ergebnis kurz vor Ende der Sommerferien: Der Saale-Holzland-Kreis übernimmt nun tatsächlich wieder die Schulkopierer – für ein Jahr erstmal.

OTZ_20160809_Schulkopierer
OTZ vom 09.08.2016

Was mich aber nach dem Artikel wundert – warum schafft es ein popliger Kreiselternsprecher, innerhalb von knapp sechs Wochen eine Rückmeldung vom Bildungsministerium mit einem aussagekräftigen Schreiben zu bekommen und ein Landrat mit großer fähiger *reusper* Verwaltung nicht?

Ich weiß, dass ich in der Zeit nicht locker gelassen habe und eine Lösung wollte. Mir war im Prinzip egal, wer die Trägerschaft der Kopierer übernimmt, so lange es nicht zu Lasten der pädagogischen Arbeit und des Ehrenamtes (Schulfördervereine) geht.

Ich weiß nicht, was der Landkreis in den letzten Monaten gemacht hat, aber erfolgreich scheint er nicht gewesen zu sein. Es ist durchaus bedauerlich, dass es so lange dauert, bis man eine Rückmeldung aus einem Ministerium erhält. Es ist aber auch bedauerlich, wenn eine Kreisverwaltung bis auf den letzten Drücker wartet und keine alternative Lösung in Aussicht stellt. Gerade mit einen Landrat welcher selbst Lehrer und ehemaliger Schulleiter ist – und dies auch immer wieder betont.

Was ich aber nicht verstehen kann – welche Kosten hat der Landkreis eigentlich mit den Kopierern? In den Schulen wird Kopiergeld von den Eltern eingesammelt. Dieses dient dazu, die Kopierkosten gegenzufinanzieren. Eigentlich sollten die Kopierer ein durchlaufender Posten sein und sollten aus meiner naiven Ansicht nicht negativ im Kreishaushalt auffallen – also auch nicht kritikwürdig sein.

Wo liegt nun das Problem? Ich weiss, dass ich da dran bleiben werde und nicht erst bis Ende der Sommerferien 2017 warte – das Wort „Schulkopierer“ wird mich und andere also weiter nerven.

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